Shopware-Leitfaden für Händler (2026): Funktionen, Kosten und Betriebsmodelle

Shopware verbindet einen offenen Plattformkern mit der Wahl zwischen SaaS, PaaS und Self-Hosting. Das schafft mehr technischen Spielraum als ein reines Cloud-Shopsystem, erhöht je nach Betriebsmodell aber auch den Planungs- und Betriebsaufwand. Dieser Leitfaden ordnet Funktionen, Kosten und Einsatzbereiche ein und zeigt, wie Sie Ihr Shopware-Geschäft erfolgreich skalieren.

Fachlich geprüft am 07. Oktober 2026 · Redaktion: magnalister

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TL;DR: Shopware 6 kurz zusammengefasst

  • Marktposition: Shopware lag 2025 mit einem Umsatzanteil von 11,5 % auf Rang 1 der umsatzstärksten deutschen B2C-Onlineshops.
  • Betriebsmodelle: Sie können Shopware als SaaS, PaaS oder selbst gehostete Lösung betreiben. Kontrolle, Anpassbarkeit und technische Verantwortung unterscheiden sich entsprechend.
  • Systemaufbau: Der modulare, API-first entwickelte Plattformkern unterstützt klassische Onlineshops, B2B-Projekte, Headless-Frontends und die Anbindung externer Systeme.
  • Kosten: Die Community Edition ist lizenzkostenfrei, während die kommerziellen Pläne bei 600 Euro monatlich beginnen. Hinzu kommen projektabhängige Kosten für Betrieb, Design und Integrationen.
  • Mehrkanalvertrieb: Mit einer Schnittstelle wie magnalister synchronisieren Sie Produkt-, Preis-, Bestands- und Bestelldaten zwischen Shopware und angebundenen Online-Marktplätzen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Shopware 6?

Shopware 6 ist eine modulare E-Commerce-Plattform, mit der Händler B2C- und B2B-Onlineshops sowie weitere digitale Verkaufskanäle betreiben. Der Hersteller stellt einen kostenlosen, MIT-lizenzierten Open-Source-Kern und die kommerziellen Pläne Rise, Evolve und Beyond bereit. 1

Bemerkenswert: Die Plattform kann einen einzelnen Onlineshop ebenso abbilden wie mehrere Marken, Länder und Vertriebskanäle. Funktionen für Inhalte, Regeln, Bestellungen und Verkaufskanäle sind dabei fest integriert, während Apps, Plugins und Schnittstellen weitere Prozesse ergänzen.

Marktposition von Shopware in Deutschland

Gründung des beliebtesten Shopsystem Deutschlands

Im Ranking der 1.000 umsatzstärksten deutschen B2C-Onlineshops belegte Shopware 2025 laut EHI und ECDB zum vierten Mal in Folge Platz 1. 115 beziehungsweise 11,5 % der untersuchten Shops nutzten das in Deutschland entwickelte Shopsystem. 2

Shopware 6 ist modular aufgebaut und wurde von Anfang an für die Anbindung externer Systeme entwickelt. Die im Januar 2020 veröffentlichte Version lässt sich dadurch flexibler erweitern als Shopware 5. Über Admin API und Store API tauscht Shopware Daten beispielsweise mit ERP-, PIM- und CRM-Systemen oder individuellen Frontends aus. 3, 4

Die Storefront lässt sich klassisch mit Shopware betreiben oder als Headless-Frontend vom Commerce-Backend trennen. Welche Anpassungen möglich sind und wer Hosting, Updates und Sicherheit verantwortet, hängt vom gewählten Betriebsmodell ab.

Shopware-Mitgründer Sebastian Hamann fasst den dahinter liegenden Open-Source-Gedanken so zusammen:

„Wenn du nicht ins System passt, baust du dein eigenes.“ 5

Für welche Händler eignet sich Shopware 6?

Shopware eignet sich besonders für wachsende B2C-Marken, B2B-Händler, international aktive Unternehmen und Projekte mit mehreren Integrationen. Für einen kleinen Standardshop kann das System ebenfalls funktionieren, setzt aber eine passende SaaS-Konfiguration oder ausreichende technische Ressourcen voraus.

Die nachfolgende Tabelle gibt eine erste Orientierung für verschiedene Händlertypen:

Ausgangslage Eignung Einordnung
Kleiner Shop ohne eigenes Technikteam bedingt geeignet SaaS senkt den Betriebsaufwand, der Einstiegspreis und mögliche Zusatzkosten bleiben jedoch relevant.
Wachsende B2C-Marke gut geeignet Shopware unterstützt mehrere Verkaufskanäle, individuelle Inhalte und eine erweiterbare Systemlandschaft.
B2B-Unternehmen gut bis sehr gut geeignet Evolve und Beyond bieten B2B Components für Rollen, Freigaben, Angebote, Schnellbestellungen und weitere Geschäftskundenprozesse.
Unternehmen mit ERP, PIM oder CRM gut geeignet Die API-first-Architektur erleichtert die Anbindung externer Systeme. Die konkrete Umsetzung bleibt ein Integrationsprojekt.
Internationaler Händler gut geeignet Sprachen, Währungen, Verkaufskanäle und unterschiedliche Betriebsmodelle unterstützen die Expansion.
Großes Unternehmen mit individuellen Prozessen sehr gut geeignet PaaS und Self-Hosting bieten weitreichende Kontrolle über Code, Integrationen und Infrastruktur.

Vor- und Nachteile von Shopware 6

Welche Vorteile bietet Shopware 6?

shopware innovatives performantes shopsystem für kleinhändler und großkonzern

Shopware 6 bietet Händlern vor allem technische Flexibilität, verschiedene Betriebsmodelle und umfangreiche Integrationsmöglichkeiten.

  • Open-Source-Kern: Sie erhalten Zugriff auf den Quellcode und bleiben unabhängiger von geschlossenen Systemen.
  • Flexible Betriebsmodelle: Sie wählen zwischen SaaS, PaaS und Self-Hosting.
  • Hohe Integrationsfähigkeit: APIs und Erweiterungspunkte erleichtern die Verbindung mit ERP, PIM, CRM, Warenwirtschaft und Marktplätzen.
  • B2C- und B2B-Funktionen: Shopware bildet Endkunden- und Geschäftskundenprozesse ab.
  • Automatisierung: Rule Builder und Flow Builder steuern Regeln und Abläufe.

Welche Nachteile hat Shopware 6?

Zu den wichtigsten Nachteilen zählen der höhere Projektaufwand, zusätzliche Kosten und die technische Verantwortung.

  • Projekt- und Kostenaufwand: Individuelle Shops benötigen häufig eine Agentur oder ein erfahrenes internes Team. Neben dem Plan entstehen Kosten für Design, Erweiterungen, Integrationen, Wartung und Weiterentwicklung.
  • Technische Verantwortung: Bei Self-Hosting organisieren Sie Sicherheit, Skalierung, Backups, Updates und Systempflege selbst oder über einen Dienstleister.
  • Architektur- und Erweiterungsplanung: Viele Anpassungen und Plugins erhöhen die Abhängigkeiten. Eine klare Systemarchitektur verhindert unnötige Komplexität und erleichtert spätere Updates.

Was kostet Shopware 6?

Die Kosten eines Shopware-Shops setzen sich aus dem gewählten Plan und dem konkreten Projektaufwand zusammen. Die folgende Tabelle vergleicht die offiziellen Einstiegspreise und ordnet den Leistungsumfang der vier Angebote ein. 6

Shopware-Plan Lizenzgebühren Wichtige Merkmale Typische Eignung
Community Edition 0 Euro MIT-lizenzierter Open-Source-Kern, Community-Support, Self-Hosting technisch versierte Händler und individuelle Open-Source-Projekte
Rise ab 600 Euro pro Monat, exkl. MwSt. u. a. unbegrenzte Verkaufskanäle und Basissupport wachsende Händler und Marken
Evolve ab 2.400 Euro pro Monat, exkl. MwSt. u. a. B2B Components, Advanced Search und telefonischer Support anspruchsvolle B2C- und B2B-Projekte
Beyond individueller Preis u. a. Digital Sales Rooms, Multi-Inventory, Abonnements und 24/7-Prioritätssupport große und komplexe Commerce-Projekte

Shopware richtet die Preise unter anderem am über die Plattform abgewickelten Warenwert (Gross Merchandise Value, GMV) aus. Die genannten Beträge sind daher Einstiegspreise. Für Beyond veröffentlicht Shopware keinen festen Listenpreis, sondern erstellt ein individuelles Angebot. 6

Ist die Shopware Community Edition kostenlos?

Ja, die Community Edition ist lizenzkostenfrei. Kosten entstehen trotzdem für Hosting, Einrichtung, Design, Erweiterungen, Updates und den technischen Betrieb. Seit März 2025 gilt außerdem eine Fair Usage Policy.

Kurz erklärt: Was bedeutet die Fair Usage Policy?
Die Fair Usage Policy verpflichtet Community-Edition-Nutzer zur jährlichen GMV-Meldung. Ab einer Million Euro Jahres-GMV stimmt Shopware einen kommerziellen Plan ab. Kommt kein Wechsel zustande, bleibt der selbst gehostete Shop lizenzkostenfrei nutzbar; neue Erweiterungen, Plugin-Updates und Shopware-Support entfallen. 7

Welche zusätzlichen Kosten entstehen bei Shopware?

Berücksichtigen Sie neben den möglichen Lizenzkosten folgende Positionen:

  1. Konzeption und Einrichtung: Shopstruktur, Konfiguration, Design und technische Umsetzung
  2. Hosting und Infrastruktur: eigener Hoster beim Self-Hosting oder Bestandteil des Cloudangebots
  3. Erweiterungen: einmalige oder laufende Gebühren für Apps, Themes und Plugins
  4. Schnittstellen: Einrichtung, Tests und Wartung von ERP-, PIM-, Zahlungs-, Versand- und Marktplatzanbindungen
  5. Migration und Betrieb: Datenübernahme, Updates, Sicherheit, Monitoring, Backups und Weiterentwicklung

Für den Systemvergleich zählt deshalb die Gesamtbelastung über mehrere Jahre, nicht allein der monatliche Planpreis.

Betriebsmodelle von Shopware 6: SaaS, PaaS und Self-hosted

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Welches Shopware-Betriebsmodell passt zu welchem Projekt?

Shopware lässt sich als Software as a Service (SaaS), Platform as a Service (PaaS) oder selbst gehostete Lösung (Self-hosted) betreiben. SaaS eignet sich vor allem für einen schnellen Einstieg mit geringem technischem Aufwand. PaaS bietet mehr Anpassungsmöglichkeiten, während Self-hosted die größte Kontrolle, aber auch die meiste technische Verantwortung mit sich bringt. 8

Die folgende Tabelle vergleicht die drei Betriebsmodelle nach Infrastruktur, Anpassbarkeit und technischem Eigenaufwand:

Kriterium/Lösung SaaS PaaS Self-hosted
Hosting und Infrastruktur durch Shopware verwaltet durch Shopware verwaltet durch Sie oder Ihren Hoster verwaltet
Updates weitgehend automatisch geplant und koordiniert vollständig selbst zu organisieren
Anpassbarkeit begrenzt bis mittel hoch sehr hoch
Technischer Eigenaufwand gering gering bis mittel hoch
Typische Integrationen standardisierte Apps und APIs Apps, Plugins und individuelle Integrationen Apps, Plugins und frei anpassbare Integrationen
Geeignet für schneller Start und standardisierte Prozesse komplexe Integrationen ohne eigenen Infrastrukturbetrieb maximale Kontrolle und eigene technische Ressourcen

Ein späterer Wechsel ist grundsätzlich möglich. Der Aufwand hängt vor allem von Erweiterungen, individuellen Entwicklungen und angeschlossenen Systemen ab. 8

Schnelle Entscheidungshilfe zum Shopware-Hosting

  • Wählen Sie SaaS, wenn Sie schnell starten und Hosting, Updates sowie Wartung weitgehend abgeben möchten.
  • Wählen Sie PaaS, wenn Sie individuell entwickeln, aber die zugrunde liegende Infrastruktur nicht selbst betreiben möchten.
  • Wählen Sie Self-hosted, wenn Sie maximale Kontrolle benötigen und über ausreichende technische Ressourcen verfügen.

Welche Erweiterungen unterstützen die Shopware-Betriebsmodelle?

Shopware-Apps sind in SaaS, PaaS und Self-hosted verfügbar. Klassische PHP-Plugins greifen tiefer in das System ein, können aber lediglich in PaaS- und Self-hosted-Umgebungen eingesetzt werden. 9

Auch Drittanbieter-Schnittstellen müssen zum Betriebsmodell passen. magnalister steht als Cloud-App für Shopware SaaS sowie als Plugin für selbst gehostete Installationen zur Verfügung. Händler können damit in beiden Modellen Marktplätze anbinden, obwohl sich die technische Integration unterscheidet.

Funktionen und Erweiterungen von Shopware 6

Welche Kernfunktionen bietet Shopware 6?

Shopware deckt die grundlegenden Prozesse eines Onlineshops ab und bietet darüber hinaus Werkzeuge für Content-Gestaltung, regelbasierte Angebote und automatisierte Abläufe. Besonders prägend sind die Erlebniswelten, der Rule Builder, der Flow Builder sowie das flexible Verkaufskanal- und Schnittstellenkonzept. 4, 6

  • Produkt- und Bestellverwaltung: Produkte, Varianten, Bestände, Kundendaten und Bestellungen verwalten Sie zentral. Unterschiedliche Sortimente und Verkaufskanäle lassen sich innerhalb einer Installation organisieren.
  • Erlebniswelten: Mit kombinierbaren Inhaltsblöcken gestalten Sie Produkt-, Kategorie- und Landingpages weitgehend ohne Programmierung. So können Händler redaktionelle Inhalte direkt mit ihren Angeboten verbinden.
  • Rule Builder: Bedingungen für Preise, Rabatte, Versandarten und Aktionen lassen sich anhand von Kundengruppen, Warenkorbwerten oder Zielmärkten festlegen.
  • Flow Builder: Wiederkehrende Prozesse werden durch definierte Ereignisse ausgelöst. Dazu gehören beispielsweise Benachrichtigungen, Statusänderungen oder die Übergabe von Daten an externe Systeme.
  • Verkaufskanäle: Storefronts, Domains, Sprachversionen und weitere Touchpoints können getrennt konfiguriert und über ein gemeinsames Backend verwaltet werden.
  • APIs: Über Admin API und Store API bindet Shopware ERP-, PIM- und CRM-Systeme sowie individuelle oder Headless-Frontends an.

Welche B2B-Funktionen bietet Shopware 6?

Ab dem Evolve-Plan bilden die B2B Components typische Geschäftskundenprozesse ab. Dazu zählen Rollen und Berechtigungen, Freigabeprozesse, Angebotsmanagement, Schnellbestellungen, Einkaufslisten und Budgets. Unternehmen können damit mehrstufige Einkaufsstrukturen ihrer Kunden direkt in Shopware verwalten. 10

Hinweis: Die frühere B2B Suite wird ab Shopware 6.8 nicht mehr unterstützt. Betreiber entsprechender Installationen sollten den Wechsel zu den modularen B2B Components als eigenständiges Migrationsprojekt planen. 11

Wie bindet Shopware externe Systeme und Headless-Frontends an?

Die Admin API unterstützt administrative Prozesse und Systemintegrationen, während die Store API Daten und Aktionen für Storefronts bereitstellt. Dadurch verbinden Sie Shopware mit ERP, PIM, CRM oder Warenwirtschaft und können bei Bedarf ein individuelles Headless-Frontend entwickeln. 4

Apps und Plugins ergänzen außerdem Zahlungsarten, Versandlösungen, Analysewerkzeuge oder Marktplatzschnittstellen. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl Betriebsmodell, Lizenzkosten, Datenzugriffe und Updatefähigkeit, damit Erweiterungen den späteren Betrieb nicht unnötig erschweren.

Weitere Details finden Sie in unserem Überblick über die Funktionen von Shopware 6.

Shopware 6 einrichten und starten

Welche Voraussetzungen gelten für einen Shopware-Shop?

Für den Start benötigen Sie eine gewerbliche Grundlage, vollständige Verkaufsdaten und eine zum Betriebsmodell passende technische Umgebung 1, 8, 12:

  • Unternehmen: angemeldetes Gewerbe in frei wählbarer Rechtsform
  • Unternehmens- und Steuerdaten: Anschrift, Kontaktdaten, Steuernummer und gegebenenfalls Umsatzsteuer-ID
  • Verkaufsdaten: Produktinformationen, Preise, Bestände, Zahlungsarten und Versandbedingungen
  • Technische Basis: Shopware SaaS oder eine geeignete Hosting-Umgebung für Self-Hosting

Ein vorgelagertes Händler-Onboarding, wie es bei Online-Marktplätzen oft stattfindet, ist für den Start mit Shopware nicht nötig.

Wie starten Händler mit Shopware 6?

Beginnen Sie mit den benötigten Prozessen und wählen Sie anschließend Plan, Betriebsmodell und technische Architektur:

  1. Anforderungen festlegen: Geschäftsmodell, Sortiment, Zielmärkte, B2B-Prozesse und Vertriebskanäle definieren
  2. Plan und Betrieb wählen: Community Edition, Rise, Evolve oder Beyond sowie SaaS, PaaS oder Self-Hosting auswählen
  3. Shop einrichten: Struktur, Design, Produkte, Zahlungsarten, Versand, Steuern und Rechtstexte konfigurieren
  4. Daten und Systeme anbinden: Bestandsdaten migrieren und benötigte ERP-, PIM- oder Marktplatz Schnittstellen einrichten
  5. Verkaufsprozess testen: mobile Darstellung, Checkout, E-Mails, Bestände und Bestellverarbeitung vollständig prüfen

Die technischen Schritte vom Download bis zur Ersteinrichtung erläutert unser Guide zur Installation von Shopware einfach und ausführlich.

Shopware 5: Supportstatus und Migration auf Shopware 6

Wird Shopware 5 noch unterstützt?

Nein. Der reguläre Herstellersupport für Shopware 5 endete im Juli 2024, sodass Shopware keine regulären Updates oder Sicherheitspatches mehr bereitstellt. Ein externer Long-Term-Support (LTS) kann bestehende Shops vorübergehend absichern, sollte jedoch mit einer Migration auf Shopware 6 verbunden werden. 3, 13

Was unterscheidet Shopware 5 von Shopware 6?

Shopware 6 ist kein gewöhnliches Versionsupdate, sondern eine technisch neu entwickelte Plattformgeneration. Daten, Erweiterungen, Design und individuelle Funktionen müssen deshalb gesondert geprüft und teilweise neu umgesetzt werden. 3

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen Shopware 5 und Shopware 6:

Kriterium Shopware 5 Shopware 6
Supportstatus Herstellersupport beendet aktiv weiterentwickelte Generation
Architektur stärker monolithisch aufgebaut modular und API-first
Schnittstellen klassische API-Struktur Admin API und Store API
Verkaufskanäle Struktur über Haupt-, Sub- und Sprachshops zentrale Verwaltung verschiedener Shops, Sprachen und weiterer Verkaufskanäle
Automatisierung überwiegend über Plugins oder individuelle Entwicklung integrierte Regeln und Workflows mit Rule Builder und Flow Builder

Shopware im Mehrkanalvertrieb

Warum ist Mehrkanalvertrieb für Shopware-Händler sinnvoll?

Die Anbindung von Online-Marktplätzen, auf die 2025 56,7 % des deutschen Waren-Onlinehandels entfielen 14, erschließt zusätzliche Kundengruppen. Verteilen Sie Ihren Umsatz auf mehrere Plattformen, verringern Sie zugleich die Abhängigkeit von einzelnen Verkaufskanälen. Eine zentrale Schnittstelle begrenzt den zusätzlichen Verwaltungsaufwand deutlich.

Wie automatisiert magnalister den Multichannel-Verkauf mit Shopware?

magnalister verbindet Shopware unter anderem mit Temu, Amazon, eBay, Etsy, Kaufland, METRO und OTTO Market. 15 Je nach Betriebsmodell nutzen Sie die Cloud-App oder das Plugin, um Produkt-, Bestell- und Versanddaten zentral aus Shopware zu verwalten und von weitgehender Prozessautomatisierung zu profitieren.

Zu den zentralen Funktionen von magnalister für Shopware gehören:

  • Produktübertragung: Artikel und Varianten aus Shopware auf Marktplätzen veröffentlichen
  • Kategoriezuordnung: Produkte den passenden Marktplatzkategorien und Pflichtattributen zuweisen
  • Preis- und Bestandsabgleich: Preise und verfügbare Mengen zwischen Shop und Verkaufskanälen synchronisieren
  • Bestellimport: Marktplatzbestellungen in die gewohnte Shopware-Umgebung übernehmen
  • Versandabwicklung: Bestellstatus und Trackinginformationen an die Marktplätze zurückmelden

Weitere Details zur Einrichtung und zum Funktionsumfang finden Sie im Artikel zur Shopware-Schnittstelle von magnalister. Außerdem können Sie magnalister 30 Tage kostenlos und mit vollem Funktionsumfang testen.

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Fazit: Offene Commerce-Plattform mit flexibler Betriebswahl

Shopware 6 verbindet einen offenen, modularen Plattformkern mit Funktionen für B2C, B2B, Automatisierung und mehrere Verkaufskanäle. SaaS senkt den technischen Betriebsaufwand, während PaaS und Self-Hosting mehr Raum für individuelle Entwicklungen und Integrationen schaffen.

Diese Flexibilität lohnt sich vor allem für Händler mit wachsenden oder komplexeren Anforderungen. Für die wirtschaftliche Bewertung zählen neben dem Plan auch Hosting, Implementierung, Erweiterungen und laufende Wartung. Mit einer Multichannel-Lösung wie magnalister erweitern Sie Shopware zudem um zentral verwaltete Marktplatzprozesse.

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FAQ: Häufige Fragen zu Shopware

Ist Shopware kostenlos?

Ja, die Shopware Community Edition ist lizenzkostenfrei und Open Source. Hosting, Einrichtung, Erweiterungen, Wartung und technischer Betrieb verursachen dennoch Kosten. Ab einer Million Euro Jahres-GMV greift außerdem die Fair Usage Policy. 1, 7

Eignet sich Shopware für kleine Händler?

Ja, Shopware kann sich auch für kleine Händler eignen. SaaS reduziert den technischen Eigenaufwand. Für einen einfachen Standardshop müssen Einstiegspreis und benötigte Erweiterungen jedoch zum Budget passen. 6, 8

Kann man Shopware ohne Programmierkenntnisse nutzen?

Teilweise. Inhalte, Produkte und Bestellungen können Händler ohne Programmierung verwalten. Ein SaaS-Shop benötigt weniger technisches Wissen, während Self-Hosting, eigene Plugins und komplexe Integrationen meist Entwicklerunterstützung erfordern. 8, 9

Wie verbinde ich Shopware gleichzeitig mit Amazon und eBay?

Mit einer Multichannel-Schnittstelle wie magnalister binden Sie Amazon und eBay parallel an denselben Shopware-Shop an. Produkt-, Preis-, Bestands- und Bestelldaten verwalten Sie anschließend zentral aus Ihrem Shopsystem.

Was kostet ein Shopware-Shop insgesamt?

Die Community Edition kostet 0 Euro Lizenzgebühr, Rise startet bei 600 Euro und Evolve bei 2.400 Euro monatlich. Hinzu kommen je nach Projekt Kosten für Hosting, Umsetzung, Erweiterungen, Schnittstellen und Wartung. 6

Was unterscheidet Shopware von Shopify?

Shopware bietet einen Open-Source-Kern und drei Betriebsmodelle. Shopify wird als vollständig gehostete SaaS-Plattform betrieben. Shopify vereinfacht damit den standardisierten Betrieb, während Shopware mehr Wahlfreiheit bei Hosting und technischer Anpassung bietet. 8, 16

Ist Shopware 5 noch sicher nutzbar?

Nur mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen. Shopware 5 erhält keine regulären Sicherheitsupdates mehr vom Hersteller. Ein externer Long-Term-Support kann vorübergehend weitere Patches bereitstellen, sollte aber mit einer konkreten Migrationsplanung verbunden werden. 3, 13

Welche Marktplätze kann ich per Schnittstelle an Shopware anbinden?

Über magnalister verbinden Sie Shopware unter anderem mit Temu, Amazon, eBay, Etsy, Kaufland, METRO und OTTO Market. Produkt-, Bestands- und Bestelldaten verwalten Sie anschließend zentral aus Ihrem Shopsystem.


  1. 1 shopware AG: „Erste Schritte mit der Shopware Community Edition“, MIT-lizenzierter Open-Source-Kern, Funktionen und Self-Hosting der Community Edition, abgerufen am 07.10.2026, https://www.shopware.com/de/community/community-edition/ ↩︎1.a, ↩︎1.b, ↩︎1.c
  2. 2 shopware AG: „Zum vierten Mal in Folge: Shopware bleibt Marktführer in Deutschland unter den Shopsystemen“, 1. Oktober 2025, EHI/ECDB-Auswertung zur Nutzung bei den 1.000 umsatzstärksten deutschen B2C-Onlineshops, abgerufen am 07.10.2026, https://www.shopware.com/de/presse/pressemitteilungen/zum-vierten-mal-in-folge-shopware-bleibt-marktfuehrer-in-deutschland-unter/ ↩︎
  3. 3 shopware AG: „Migration to Shopware 6“, Marktstart von Shopware 6, Supportende von Shopware 5 und Einordnung der Migration, abgerufen am 07.10.2026, https://www.shopware.com/en/migration/shopware-5-to-shopware-6/ ↩︎3.a, ↩︎3.b, ↩︎3.c, ↩︎3.d
  4. 4 Shopware Developer Documentation: „Shopware Architecture“, modulare API-first-Architektur, Admin API und Store API, abgerufen am 07.10.2026, https://developer.shopware.com/docs/concepts/framework/architecture/ ↩︎4.a, ↩︎4.b, ↩︎4.c
  5. 5 shopware AG: „Open-Source E-Commerce mit Shopware“, Open-Source-Positionierung und Aussage von Shopware-Mitgründer Sebastian Hamann, abgerufen am 07.10.2026, https://www.shopware.com/de/community/open-source/ ↩︎
  6. 6 shopware AG: „Pläne & Preise“, Listenpreise, Leistungsumfang und Preisbildung der Shopware-Pläne, abgerufen am 07.10.2026, https://www.shopware.com/de/preise/ ↩︎6.a, ↩︎6.b, ↩︎6.c, ↩︎6.d, ↩︎6.e
  7. 7 shopware AG: „Fair Usage Policy: die wichtigsten Informationen für Community Edition Kunden“, 12. März 2025, GMV-Meldung, Schwellenwert und mögliche Einschränkungen ergänzender Dienste, abgerufen am 07.10.2026, https://www.shopware.com/de/news/fair-usage-policy-community-edition/ ↩︎7.a, ↩︎7.b
  8. 8 shopware AG: „SaaS vs. PaaS vs. Self-hosted: Which is right?“, 20. Juli 2026, Unterschiede, Einsatzbereiche und Wechsel zwischen den drei Betriebsmodellen, abgerufen am 07.10.2026, https://www.shopware.com/en/news/paas-ecommerce/ ↩︎8.a, ↩︎8.b, ↩︎8.c, ↩︎8.d, ↩︎8.e, ↩︎8.f
  9. 9 Shopware Developer Documentation: „Shopware for developers“, Verfügbarkeit von Apps, Themes und Plugins in SaaS, PaaS und Self-hosted, abgerufen am 07.10.2026, https://developer.shopware.com/ ↩︎9.a, ↩︎9.b
  10. 10 Shopware Documentation: „B2B Components“, Funktionsumfang und Verfügbarkeit der modularen B2B-Funktionen, abgerufen am 07.10.2026, https://docs.shopware.com/en/shopware-6-en/commercial-features/b2b-components ↩︎
  11. 11 Shopware Developer Documentation: „B2B Suite Migration“, Migration zu den B2B Components und Supportende der B2B Suite ab Shopware 6.8, abgerufen am 07.10.2026, https://developer.shopware.com/docs/products/extensions/b2b-suite-migration/ ↩︎
  12. 12 Bundesministerium der Justiz und Bundesamt für Justiz: „Gewerbeordnung § 14 – Anzeigepflicht“, Pflicht zur Anzeige des Beginns eines selbstständigen Gewerbes, abgerufen am 07.10.2026, https://www.gesetze-im-internet.de/gewo/__14.html ↩︎
  13. 13 safefive UG: „safefive Security Plugin“, externe Sicherheitsupdates für Shopware 5 nach dem offiziellen End of Life, abgerufen am 07.10.2026, https://store.shopware.com/en/safef21065859088f/safefive-security-plugin.html ↩︎13.a, ↩︎13.b
  14. 14 Handelsverband Deutschland: „Online-Monitor 2026“, Onlineumsatz 2025 und Umsatzanteil der Online-Marktplätze in Deutschland, abgerufen am 07.10.2026, https://einzelhandel.de/images/presse/Pressekonferenz/2026/onlinemonitor26/Online_Monitor_2026.pdf ↩︎
  15. 15 RedGecko GmbH (magnalister): „magnalister – Die ultimative Schnittstelle zu eBay, Amazon & Co.“, unterstützte Shopsysteme und Marktplätze sowie Funktionen für Produkt-Upload, Attributs-Matching, Synchronisierung von Lagerbeständen und Preisen, Bestellimport und Bestellstatus-Synchronisierung, abgerufen am 07.10.2026, https://www.magnalister.com/de/ ↩︎
  16. 16 Shopify: „Shopify-Preise: Der passende Plan für dein Unternehmen“, Hosting und vollständig gehostetes SaaS-Betriebsmodell von Shopify, abgerufen am 07.10.2026, https://www.shopify.com/de/preise ↩︎