Amazon Rechnungsservice: Wie Amazon den Rechnungs-Frust auf Händler- und Käuferseite beendet

Ob 1-Click®-Bestellungen, kurze Lieferzeiten oder große Produktvielfalt – Amazon ist dafür bekannt, das Shopping-Erlebnis für seine Kunden so bequem wie möglich zu gestalten. Das traf bisher nicht auf die Bereitstellung von Rechnungen zu: Insbesondere gewerbliche Käufer mussten ständig Rechnungen bei Amazon-Händlern anfordern – die dann auch noch teilweise mit falscher Mehrwertsteuer ausgestellt wurden. Mit dem Amazon Rechnungsservice, der von Amazon in der Regel “Umsatzsteuer-Berechnungsservice” oder auch “Amazon VAT Calculation Service (VCS)” genannt wird, hat das nun ein Ende.

Der Online-Riese aus Seattle hat das Problem erkannt und schafft über das Amazon VCS-Programm Abhilfe. Amazon B2B-Händler, die daran teilnehmen, profitieren gleich mehrfach: Mit dem Amazon Rechnungsservice können sie durch die Anzeige von Netto-Preisen besser ranken (Stichwort: Buy Box auf dem Amazon Business Marktplatz), von Amazon die korrekte Umsatzsteuer berechnen, Rechnungen an die Käufer übermitteln lassen und Steuerberichte einsehen.

Und auch an die buchhalterischen Bedürfnisse der Händler hat Amazon gedacht: Mit “VCS Lite” können sie Rechnungen, die aus eigenen Systemen wie ihrem Webshop oder einer angebundenen Warenwirtschaft heraus erzeugt wurden, an Amazon hochladen. Amazon übernimmt dann lediglich die korrekte Umsatzsteuerberechnung. magnalister bietet dazu Automatisierungsfunktionen. Auch wenn der Name “VCS Lite” etwas irreführend ist – diese Option stellt für viele deutsche Händler eine praktikable Lösung dar, eigene Rechnungsnummer-Kreise aufrecht zu erhalten und dennoch vom Amazon VCS-Programm voll zu profitieren.

Grundvoraussetzung für die Teilnahme am VCS-Programm ist die Erweiterung des Amazon Verkäuferkontos um Business-Funktionen. Das erschließt für viele Händler eine neue, zahlungskräftige Zielgruppe. Zwar ist umgekehrt die Nutzung des Amazon Rechnungsservice nicht zwingend nötig, um Amazon Business Händler zu werden, sie bietet sich aber an um alle Vorteile des B2B-Programms voll auszuschöpfen. Welche das konkret sind, erfahren Sie in unserem großen Amazon B2B-Einsteiger-Guide.

Wer sein Amazon Business Verkäuferkonto um das VCS-Programm erweitert, spart in der Rechnungsabwicklung Zeit und Kosten. Denn der Service bietet sowohl für Händler, als auch für Käufer, eine komfortable, schnelle und zuverlässige Lösung für die Erstellung und Übermittlung von Rechnungen. Beim Erwerb von Waren über Händler, die am Amazon VCS-Programm teilnehmen, kann der Käufer nach dem Einkauf eine Rechnung mit korrekter Mehrwertsteuer erhalten, indem er in seinem Amazon Konto unter “Bestellungen” die Rechnung abruft. Auch wenn der Händler “VCS Lite” nutzt, eigene Rechnungen hochlädt und Amazon die Umsatzsteuer berechnet, können Käufer somit leicht über ihr Amazon Konto darauf zugreifen.

Mit der Erweiterung des Verkäuferkontos um Amazon Business Features und der Aktivierung des optionalen Umsatzsteuer-Berechnungsservice werden neben der automatischen Umsatzsteuerberechnung zusätzliche Funktionen wie die Anzeige von Netto-Preisen für B2B-Kunden, Mengenrabatte und Staffelpreise, Kauf auf Rechnung und einiges mehr freigeschaltet. Darüber hinaus profitieren Sie auch von einer besseren Sichtbarkeit und gesteigerten Chancen auf das Amazon Einkaufswagenfeld bei Business-Kunden. Händler, die den Amazon Rechnungsservice nutzen möchten, müssen sich dazu in der Amazon Seller Central für Amazon Business freischalten lassen. Weitere Voraussetzung ist ein Professionelles Verkäuferkonto.

Wichtig zu wissen: Eine Beschränkung der Verkaufsaktivitäten auf die B2B-Zielgruppe ist nicht gegeben – Sie können Ihre Produkte als Amazon Business Händler auch weiterhin wie gewohnt an Endkunden verkaufen.

Hier soll es nun weiter konkret um den Amazon Rechnungsservice und dessen Nutzen für Händler gehen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über

  • die Grundlagen des Amazon VCS-Programms
  • welche verschiedenen Möglichkeiten Sie als Händler haben, vom Amazon Rechnungsservice Gebrauch zu machen (Stichwort: Amazon VCS vs. VCS Lite)
  • wie sich Amazon VCS auf andere Amazon Programme, z.B. FBA auswirkt
  • welchen Einfluss die Teilnahme am Amazon Rechnungsservice auf Ihr Produkt-Ranking hat

Darüber hinaus beleuchten wir die Herausforderungen und Chancen des Amazon Rechnungsservice auch für Online-Händler, die Amazon an ihren eigenen Webshop angebunden haben und die VCS-Funktionen ebenfalls nutzen möchten. Soviel vorab: magnalister, als eine der führenden Marktplatz-Schnittstellen weltweit, unterstützt bereits den automatischen Rechnungs-Upload aus dem Webshop heraus an Amazon. Shopbetreiber können so von den Vorteilen des VCS-Programms profitieren und trotzdem eigene Rechnungen erstellen und an den Marktplatz bzw. dessen Kunden übermitteln.

Inhaltsverzeichnis

Den Amazon Rechnungsservice verstehen und einrichten

Wie Webshop-Betreiber den Amazon Rechnungsservice per VCS Lite spielend leicht nutzen können

Der Amazon Rechnungsservice aus Sicht des Online-Riesen: Amazon profitiert von VCS

Amazon VCS und Amazon Business: Zusammenbringen, was zusammen gehört

Fazit: Amazon Rechnungsservice ist ein Must-Have für B2B-Verkäufer – mit Service- und Rankingvorteilen

Den Amazon Rechnungsservice verstehen und einrichten

Amazon Rechnungsservice verstehen und einrichten

Der Amazon Rechnungsservice – von Amazon offiziell “Umsatzsteuer-Berechnungsservice” oder “VAT Calculation Service” (VCS) genannt – bietet für Händler grundsätzlich zwei Möglichkeiten, Rechnungen mit korrekter Mehrwertsteuer Käufern bereitzustellen:

1. Amazon VCS: Die vollautomatisierte Rechnungserstellung und -übermittlung durch Amazon

Dabei übernimmt der Online-Marktplatz alle Schritte der Rechnungsabwicklung in Ihrem Namen. Nach dem Kauf wird von Amazon automatisch eine Rechnung mit korrekter Mehrwertsteuer erzeugt, die der Käufer in seinem Amazon Account abrufen kann. Diese Variante wirkt zwar auf den ersten Blick sehr verlockend, weil der Händler die komplette Faktura-Abwicklung an Amazon auslagert, doch ergeben sich dadurch auch einige Probleme.

Beispielsweise lassen sich die von Amazon erstellten Rechnungen nicht ohne Aufwand in die eigene Faktura und Buchhaltung übernehmen – Stichwort: “Automatisierung”. Außerdem laufen von Amazon erzeugte Rechnungen in einem eigenen Nummernkreislauf, der höchstwahrscheinlich nicht zu dem der Faktura des Händlers kompatibel ist. In Deutschland ist hingegen fortlaufende, nachvollziehbare Rechnungsnummernkreise elementar wichtig, z.B. bei einer Prüfung durch das Finanzamt. Daher werden viele Händler nicht auf die vollautomatisierte Rechnungsabwicklung durch Amazon zurückgreifen und Option Nr. 2 nutzen.

2. Amazon VCS Lite: Eigene Rechnungen bereitstellen und von Amazon die Umsatzsteuer berechnen lassen

Zur Einführung des Amazon VCS-Programms bot der Marktplatz diese Option gar nicht an. Als die o.g. Probleme durch Händler kommuniziert wurden, reagierte Amazon und führte VCS Lite ein. Händler können nun auch eigene Rechnungen, die sie z.B. in ihrem Shopsystem, ihrer Warenwirtschaft oder ihrem Faktura-Tool selbst generieren, zu Amazon hochladen. Der Marktplatz übernimmt dann die korrekte Berechnung der Umsatzsteuer und stellt die Händler-Rechnung den Käufern bereit.

So wird das Problem der Automatisierung und unterschiedlichen Nummernkreise gelöst, denn der Ursprung der Rechnungen ist das Händler-eigene System, aus dem sowieso sämtliche Rechnungen erzeugt werden. Genau hier kommt magnalister ins Spiel und erleichtert die Rechnungsabwicklung für Webshop-Betreiber, die ihre Waren auch auf Amazon verkaufen möchten, immens.

Wie Webshop-Betreiber den Amazon Rechnungsservice per VCS Lite spielend leicht nutzen können

Viele Händler, gerade im B2B-Bereich, verkaufen ihre Produkte nicht ausschließlich über Amazon. Ein gängiges Prinzip ist dabei der Aufbau eines eigenen Webshops. Das bringt nicht nur den Vorteil, direkt und ohne Marktplatz-Provisionen Waren an eine B2B- und B2C-Zielgruppe verkaufen zu können, sondern auch die Möglichkeit, den Webshop als Schaltzentrale für die Anbindung der größten nationalen und internationalen Marktplätze zu nutzen. Das schließt in der Regel auch die Rechnungsstellung mit ein. Amazon gibt mit VCS Lite Händlern mit eigenem Webshop die Möglichkeit, Rechnungen selbst zu erstellen und hochzuladen – der Marktplatz übernimmt dann nur die Umsatzsteuerberechnung.

Für die meisten Webshop-Betreiber ist das von Vorteil. Neben den oben genannten Gründen der einheitlichen Rechnungsnummernkreise werden durch Amazon VCS Lite auch administrative Hürden abgebaut sowie Fragen zur dauerhaften Verfügbarkeit von Rechnungsdokumenten beantwortet.

Im Zuge der Bereitstellung der Rechnungen in der Amazon Seller Central ergibt sich nämlich eine Gefahr: Es ist unklar, wie lange Amazon Rechnungen vorhält und archiviert – eine Garantie dafür erhalten Händler nämlich vom Marktplatz bisher nicht. Tritt darüber hinaus der gar nicht unwahrscheinliche Fall auf, dass ein Amazon Verkäuferkonto gesperrt wird, ist auch der Zugriff auf die Rechnungen vorerst nicht mehr möglich. Mit Amazon VCS Lite passiert das nicht, denn die Rechnungen kommen – im Gegensatz zur vollautomatischen Rechnungsabwicklung durch Amazon – vom Händler selbst.

magnalister, als einer der führenden Schnittstellen-Anbieter unterstützt die für Shopbetreiber wichtige “VCS Lite” Funktionalität und bieten darüber hinaus umfassende Funktionen wie den Produkt-Upload an Marktplätze direkt aus dem Webshop heraus, Lager- und Preis-Synchronisation, Bestell-Import und Bestellstatus-Abgleich (z.B. “versendet” oder “storniert”) sowie ein Attributs-Matching. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass die wichtigsten Prozesse des Produkt- und Bestellmanagements inkl. Rechnungsabwicklung zentral über den Webshop abgebildet werden können.

Damit Händler ihre selbst erstellten Rechnungen nicht manuell über die Amazon Seller Central hochladen müssen, hat magnalister zwei praktische Funktionen entwickelt: Entweder lassen Sie ihre im Webshop erstellten Rechnungen von magnalister an Amazon übermitteln. Alternativ erstellt das Plugin selbst ihre Rechnungen und lädt diese zu Amazon hoch.

Um diesen Prozess anzustoßen, müssen Händler im magnalister Plugin lediglich festlegen, ob sie Amazon VCS Lite nutzen und mit welchem Bestellstatus die Rechnungserstellung bzw. der -Upload angestoßen werden soll. Ändert ein Shopbetreiber den Bestellstatus eines Produkts z. B. auf “versendet” werden die für die Rechnungsstellung relevanten Informationen durch magnalister an Amazon übermittelt. Der Marktplatz berechnet dann die korrekte Umsatzsteuer und spielt den Wert an magnalister zurück. Nun erzeugt magnalister die Rechnung mit den geprüften Daten und übermittelt sie automatisch an Amazon.

Im Falle dessen, dass Sie Ihre aus dem Shopsystem heraus erstellten Rechnungen per magnalister übermitteln lassen, wird die Rechnung zusammen mit den von Amazon ermittelten UST-Daten übertragen.

Übrigens: Händler, die VCS Lite nutzen, kommen ebenfalls in den Genuss aller, weiter oben beschriebenen, Vorteile des Amazon Rechnungsservices. Das führt dazu, dass sich B2B-Verkäufer langfristig die Verkäufer-Badge sichern und ihren Kunden maximalen Service in Form von korrekten und automatisch bereitgestellten Rechnungen bieten können.

Alles zu den Kern-Features der magnalister Amazon Schnittstelle erfahren Sie hier. Außerdem gehen wir auf unserer Amazon B2B-Seite konkret auf die speziellen Business-Features des magnalister Plugins ein, darunter:

  • Produkte gezielt als Amazon Business-Angebote markieren und uploaden
  • Grafische Hervorhebung von B2B-Bestellungen beim Import
  • Preise für B2B-Produkte individualisieren und mit Netto-Preisen anzeigen lassen
  • Staffelpreise an Amazon B2B übermitteln
  • Produkte als reine B2B-Angebote oder für alle Kunden (B2B + B2C) auf Amazon anzeigen lassen

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Der Amazon Rechnungsservice aus Sicht des Online-Riesen: Amazon profitiert von VCS

Die korrekte Erstellung und Übermittlung von Rechnungen gehört zu den komplexesten Prozessen im E-Commerce. Warum überlässt Amazon das nicht einfach komplett den Händlern und ruft ein aufwändig entwickeltes Amazon VCS-Programm ins Leben? Das könnte man sich durchaus als Händler fragen. Darauf gibt es gleich mehrere Antworten:

1. Amazon legt viel Wert auf die Zufriedenheit der Käufer

Das manuelle Anfordern von Rechnungen bei Amazon Verkäufern gehört zu den nervenaufreibendsten Tätigkeiten sowohl für B2B- als auch B2C-Käufer. Amazon wird daher sowohl von Business- als auch von Privatkunden mit Service-Anfragen zu diesem Thema immer häufiger kontaktiert.

Auch kommt es immer wieder vor, dass Händler Rechnungen mit falsch berechneter Umsatzsteuer verschicken. Die richtige Berechnung der Umsatzsteuer ist kein triviales Thema, gerade dann, wenn Händler ihre Waren auch ins Ausland verkaufen oder Produkte in ausländischen Lagern liegen. Das betrifft natürlich auch Amazon FBA-Lager, die international verteilt sind.

Die Einführung einer automatisierten Rechnungsübermittlung an Käufer war daher nur eine Frage der Zeit. Denn Amazon ist für seine Kunden-zentrierte Denkweise bekannt.

2. Amazon will Händlern eine einfache und rechtskonforme Lösung bieten

Vor allem mit Amazon VCS Lite wurde eine für Händler und Marktplatz praktikable und rechtskonforme Lösung geschaffen, die Rechnungsabwicklung zu vereinfachen. Mit der Teilnahme am VCS-Programm können Händler Zeit und Kosten sparen, ohne ihre eigene Buchhaltung komplett umkrempeln zu müssen.

Die konsequente Bereitstellung von Rechnungen führt zu einem sinkenden Service- bzw. Support-Aufkommen. Das sieht Amazon, als extrem kundenorientiertes Unternehmen, gern. Für den Händler bedeutet es: Weniger personelle Ressourcen und mehr Fokussierung auf die Kernprozesse.

Gut zu wissen: Neben Amazon VCS Lite bietet der Online-Marktplatz eine weitere Option, eigene Rechnungen hochzuladen. “Invoice Document Uploader” (IDU) heißt das Stichwort – und ist nicht Teil des Amazon VCS-Programms. Händler, die also auf den manuellen Upload von Rechnungen ohne Umsatzsteuerberechnung durch Amazon setzen, profitieren daher auch nicht von den vielen Vorteilen des VCS-Programms. Sie sollten sich daher ernsthaft Gedanken machen, ob sie auf VCS Lite umsteigen.

3. Amazon möchte den Zugang zum FBA-Programm (Fulfillment by Amazon) erleichtern

Amazon VCS und FBA – wie hängt das nun mit einander zusammen? Ganz einfach: Die auf Kundenrechnungen ausgewiesenen Mehrwertsteuersätze richten sich danach, aus welchem Land (Lagerstätte) die Ware an den Kunden versendet wird. Entscheidend ist dabei auch das Zielland. Nutzt ein Händler z.B. ein FBA-Verteilerzentrum im Ausland, so gelten unterschiedliche Umsatzsteuer-Regelungen. Dies durch die Händler manuell abbilden zu lassen, war in der Vergangenheit eine der größten Hürden für den Einstieg bei FBA. Mit dem Amazon Rechnungsservice werden diese Hürden nicht nur abgebaut, sondern restlos beseitigt. Händler müssen im Seller Central nur noch Umsatzsteuer-IDs für die jeweiligen Länder und FBA-Verteilzentren, in denen ihre Waren liegen, hinterlegen und Rechnungen werden automatisch auf Basis dieser Informationen korrekt erstellt und mit dem Versand an den Käufer übermittelt.

Sie sehen: Ganz uneigennützig ist die Einführung des Amazon Rechnungsservice nicht – dennoch behält Amazon die Interessen der Käufer und Händler gleichermaßen im Auge und vereinfacht die administrativen Prozesse für FBA.

Amazon VCS und Amazon Business: Zusammenbringen, was zusammen gehört

Amazon VCS und Amazon B2B

Neben FBA-Händlern profitieren Amazon Business Verkäufer besonders stark vom Umsatzsteuer-Berechnungsservice. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Amazon B2B-Portal wird zu einer immer relevanteren Quelle für Einkäufer, die Waren für ihr Unternehmen beschaffen wollen. Hier sind neben korrekten Umsatzsteuer-Rechnungen auch Netto-Preise relevant. Wer im Namen oder für ein Unternehmen einkauft, tut dies in der Regel netto. Er bezahlt zwar die Mehrwertsteuer beim Kauf, kann diese aber später über den Vorsteuerabzug zurückholen. Sie wird daher auch als “Durchlaufender Posten” bezeichnet und ist im B2B-Geschäft zu vernachlässigen – zumindest bei Inlandsgeschäften.

Durch die Teilnahme am Amazon Rechnungsservice wird Händlern ermöglicht, Netto-Preise anzeigen zu lassen und die Umsatzsteuer auszuweisen. Damit sorgt der Umsatzsteuer-Berechnungsservice also dafür, dass Amazon B2B-Käufer transparent und korrekt über die Produktpreise informiert werden. Für den Händler liegt der Vorteil hingegen vor allem darin, dass er durch die Anzeige von Netto-Preisen auf der Amazon Business-Plattform vor Händlern gerankt wird, die ihre Waren brutto anbieten. Dazu im Laufe des Abschnitts mehr.

Gut zu wissen: Um den Amazon Rechnungsservice zu nutzen, müssen sich Händler zwingend zum Amazon B2B-Programm (weitere Informationen) anmelden. Umgekehrt ist das nicht so: Um als Amazon Business Händler aufzutreten, ist die Teilnahme am Amazon VCS-Programm nicht Pflicht – aber ratsam, um von allen Vorteilen zu profitieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Umsatzsteuer-Berechnungsservice zu konfigurieren. Wie Sie bereits weiter oben erfahren haben, bietet Amazon die Möglichkeit, eigene Rechnungen hochzuladen und nur die Umsatzsteuer von Amazon berechnen zu lassen (VCS Lite).

Das Paket aus Amazon B2B und Rechnungsservice bietet Business-Verkäufern einen entscheidenden Vorteil: Eine bessere Produkt-Platzierung in der B2B-Käuferschaft. Dazu muss man nun folgendes wissen: Neben dem Amazon Marktplatz für Endkunden, bietet die Shopping-Plattform auch einen Bereich für Business-Käufer. Voraussetzung dafür ist, dass Käufer ihren Amazon Account in einen Business-Account umwandeln.

Nun passiert Folgendes: Sobald sich die Käufer in ihren Business-Account eingeloggt haben, sehen sie eine leicht veränderte Amazon Startseite. Sowohl das Design, als auch die Hauptkategorien des Artikelstammbaums sind anders. Hier werden vor allem für den B2B-Bereich relevante Kategorien, z.B. “Bürobedarf und Schreibwaren” angezeigt. Grundsätzlich ist aber jedes andere Produkt aus dem Amazon Produktkatalog auch über einen B2B-Account auffind- und kaufbar.

Der Vorteil für B2B-Händler liegt nun darin, dass ihre Produkte für B2B-Käufer besser gerankt werden. Denn ein wichtiges (aber nicht das einzige) Ranking-Kriterium bei Amazon ist der Preis. Da dieser durch die Teilnahme am Amazon Rechnungsservice nun netto, also z.B. 19 % günstiger, angezeigt wird als der eines Nicht-VCS-Teilnehmers, ergeben sich klare Ranking-Vorteile. Vor allem dann, wenn auch die weiteren ranking-relevanten Kriterien wie schnelle Reaktionszeiten auf Kundenanfragen, geringe Retourenquoten oder durchweg positive Produktbewertungen gleichzeitig erfüllt werden.

Amazon nennt die Ranking-Vorteile übrigens die “Amazon Business Badge”. Käufern wird damit neben dem Netto-Preis der Zusatz “exkl. Ust.” angezeigt, die konkrete Umsatzsteuer wird darunter ausgewiesen und im Einkaufswagenfeld erscheint der Hinweis “Ust-Rechnung zum Download”. Es versteht sich damit von selbst, dass im Grunde nur VCS-Teilnehmer in den Suchergebnissen von Amazon Business Käufern in der begehrten Buy Box (Einkaufswagenfeld) erscheinen. Es sei denn, das Produkt wird von keinem anderen Verkäufer angeboten oder ist preislich nicht wettbewerbsfähig.

Aus B2B-Händlersicht macht es daher nahezu immer Sinn, das Verkäuferkonto um Amazon Business-Funktionen zu erweitern und den Amazon Rechnungsservice zu nutzen. Lassen Händler darüber hinaus auch noch ihre Ware von Amazon versenden (FBA), kann diese Kombination zu erheblichen Umsatzsteigerungen führen.

Fazit: Amazon Rechnungsservice ist ein Must-Have für B2B-Verkäufer – mit Service- und Rankingvorteilen

Die Teilnahme am Amazon Rechnungsservice – und damit automatisch verbunden die Erweiterung des Amazon Verkäuferkontos um Business-Funktionen – ist im Grunde für jeden Händler interessant, dessen Produkte für eine B2B-Zielgruppe relevant sind. Und selbst wenn Sie überwiegend an Endkunden (B2C) verkaufen, haben sie auch bei dieser Käuferschaft mit einfach downloadbaren Rechnungen einen großen Stein im Brett.

Vergessen Sie nicht: Die Erweiterung Ihres Verkäuferkontos um Amazon Business führt nicht dazu, dass Sie Ihren Endkunden-Verkauf auf Amazon einstellen müssen. Ganz im Gegenteil: Sie erweitern Ihr Verkaufspotential und Ihre Reichweite sogar um neue, häufig kaufkräftigere, gewerbliche Käufer. Hier sind zuverlässig bereitgestellte Rechnungen mit korrekter Umsatzsteuerberechnung natürlich ein entscheidender Faktor – genauso wie Netto-Preise in der Amazon Produktsuche.

Mit der Teilnahme am Amazon Rechnungsservice sichern Sie sich durch die Anzeige von Netto-Preisen für Käufer mit Business-Accounts klare Rankingvorteile und somit auch die Chance auf das begehrte Einkaufswagenfeld (“Buy Box”).

Eine besondere Bedeutung kommt dem Amazon Rechnungsservice im Bereich Amazon FBA zu, da gerade im paneuropäischen Versand aus Amazon Verteilzentren unterschiedliche Umsatzsteuersätze gelten können – die Amazon durch das VCS-Programm ganz einfach selbst errechnet.

Und auch Webshop-Betreiber mit Amazon-Anbindung über magnalister profitieren vom Amazon Rechnungsservice. Durch VCS Lite können sie mithilfe des Plugins ihre im Webshop erstellten Rechnungen an Amazon übermitteln lassen. Amazon übernimmt dann nur noch die korrekte Umsatzsteuerberechnung. magnalister bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit, vollautomatisiert selbst Rechnungen zu erzeugen und an Amazon zu übermitteln. So können sich Händler einen weiteren, zeitraubenden Schritt im E-Commerce-Management sparen.

Die Installation von magnalister ist spielend einfach und Händler können das Plugin in vollem Funktionsumfang – also auch inkl. automatischem Rechnungs-Upload zu Amazon – 30 Tage kostenfrei testen.

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